„Sein Massageöl selbst zu mischen hat etwas Schönes, Persönliches. Mein Rat: bei einem milden Basisöl bleiben und ätherische Öle nur sparsam und gut informiert dosieren.“
Massageöl selbst herstellen – drei Rezepte für jeden Anlass.
Selbst gemischtes Massageöl ist günstiger, individueller und hochwertiger als die meisten Fertigprodukte. Mit drei Grundrezepten deckt man fast jeden Anlass ab.
Kurz erklärt: Massageöl selbst herstellen ist einfach: Rezepte und Anleitung zeigen, wie ihr ein Basisöl mit wenigen Tropfen ätherischem Öl mischt – für jeden Anlass die passende Variante.
Selbst gemischtes Massageöl braucht keine aufwändige Ausrüstung: ein gutes Trägeröl, ein oder zwei ätherische Öle und ein dunkles Glasfläschchen reichen. Das Ergebnis ist individueller, frischer und oft günstiger als gekaufte Produkte.
Das Grundprinzip ist immer gleich: Trägeröl + 2–3% ätherisches Öl. Bei 30 ml Trägeröl sind das 6–9 Tropfen ätherisches Öl gesamt. Nicht mehr – weniger ist oft besser.
30 ml Mandelöl + 6 Tropfen Lavendel + 2 Tropfen Bergamotte + 2 Tropfen Römische Kamille. Mischen, in dunkle Glasflasche füllen. Haltbarkeit: 3–4 Monate. Anwendung: abends, langsame Massage, gedimmtes Licht.
20 ml Arnika-Mazerat + 10 ml Jojobaöl + 5 Tropfen Lavendel + 4 Tropfen Pfefferminze + 3 Tropfen Eukalyptus. Mischen, kühl lagern. Haltbarkeit: 2–3 Monate. Anwendung: nach dem Training, intensive Petrissage.
30 ml Jojobaöl + 5 Tropfen Ylang-Ylang + 3 Tropfen Rose (Rosenöl ist teuer – Rosengeranie als günstige Alternative) + 3 Tropfen Sandelholz. Mischen, in dekorative Flasche füllen. Haltbarkeit: 4–6 Monate (Jojobaöl hält länger).
Ein dunkles Glasfläschchen (Braun- oder Blauglas) mit Pipette, ein kleiner Trichter, ein Messbecher für Milliliter-Mengen und Etiketten zum Beschriften reichen völlig aus. Plastikflaschen sind ungeeignet, da manche ätherischen Öle Kunststoff mit der Zeit angreifen können. Die gesamte Ausstattung kostet einmalig wenig und hält für Jahre an selbst gemischten Ölen.
Apotheke, Reformhaus, spezialisierte Aromatherapie-Shops. Auf botanische Bezeichnung und Ursprungsland achten. Bio-Qualität bevorzugen.
Sehr schön als Geschenk – in dekorativer Flasche, mit handgeschriebenem Rezeptetikett.
Kühl und dunkel lagern verlängert die Haltbarkeit. Jojobaöl als Träger hält am längsten. Riecht es ranzig – entsorgen.
Nein – eine dunkle Glasflasche, ein Messbecher und eine Pipette reichen völlig. Alles ist günstig in der Apotheke oder online erhältlich.
Das Öl ist bereit – jetzt fehlt die Technik. Wer weiß, welches Öl er für welchen Anlass mischt, braucht als nächstes die Griffe, die dieses Öl zur Geltung bringen.
Der magoody Paarmassagekurs zeigt genau das – von Effleurage bis Triggerpunkte. Ab 89 €.
Selbst gemischtes Öl ist kein Ersatz für Technik, aber ein schöner persönlicher Rahmen dafür. Ein Rezept, das ihr gemeinsam entwickelt und immer wieder anpasst, wird mit der Zeit zu eurem eigenen kleinen Ritual – ein Duft, der irgendwann automatisch mit einem entspannten Abend zu zweit verbunden ist.
Das Mischen selbst kann zu einem kleinen gemeinsamen Vorabend-Ritual werden: Tropfen zählen, Duft testen, gemeinsam entscheiden, ob noch etwas Bergamotte oder ein Hauch mehr Sandelholz dazugehört. Diese kleine Vorbereitung ist selbst schon ein Stück Zweisamkeit, bevor die eigentliche Massage überhaupt beginnt – und macht das fertige Öl am Ende noch etwas persönlicher, weil beide genau wissen, was darin steckt.
Wer einmal ein eigenes Rezept gefunden hat, das wirklich passt, notiert es sich am besten fest – so lässt es sich jederzeit nachmischen, ohne von Neuem experimentieren zu müssen.