„Oberschenkel sind große, dankbare Muskeln, gerade nach dem Sport. Ich nehme mir hier gern etwas mehr Zeit und arbeite mit der ganzen Handfläche statt nur den Fingerspitzen.“
Große Muskeln, großer Effekt.
Der Oberschenkel ist die kräftigste Muskelgruppe des Körpers – und nach Sport oder langem Sitzen oft erstaunlich verspannt. Eine gezielte Massage bringt hier spürbar Erleichterung. Große Muskeln bringen so auch einen entsprechend großen Effekt.
Kurz erklärt: Oberschenkel massieren lohnt sich, weil hier große Muskeln sitzen: Diese Anleitung zeigt Streichungen und Knetungen für Vorder- und Rückseite, die schnell spürbar lockern.
Die Oberschenkelmuskulatur ist groß und leistungsstark – entsprechend deutlich macht sich Verspannung hier bemerkbar, etwa nach dem Joggen, nach Krafttraining oder nach einem langen Tag im Sitzen.
Weil die Muskeln kräftig sind, darf hier mit etwas mehr Druck gearbeitet werden als an empfindlicheren Regionen. Wir zeigen dir, wie du die Vorder- und Rückseite des Oberschenkels sicher massierst.
Der Oberschenkel eignet sich außerdem gut, um ein Gefühl für den Unterschied zwischen Effleurage (flächigem Ausstreichen) und Petrissage (gezieltem Kneten) zu entwickeln – der Muskel ist groß genug, um beide Techniken klar zu unterscheiden.
Streiche mit beiden Handflächen vom Knie Richtung Hüfte. Anschließend die kräftige Vorderseite in walkenden Bewegungen kneten – hier sitzt nach Sport und Sitzen oft die meiste Spannung.
Die hintere Oberschenkelmuskulatur (Beinbeuger) ist bei vielen vom langen Sitzen verkürzt. Knete sie ruhig und gleichmäßig, immer Richtung Gesäß arbeitend.
Die Innenseite des Oberschenkels ist empfindlicher. Hier mit deutlich weniger Druck und sanften Streichbewegungen arbeiten, nicht kneten.
Der seitliche Streifen vom Becken bis zum Knie (Iliotibialband) fühlt sich bei vielen Läufern und viel Sitzenden strangartig fest an. Mit flachen Handflächen längs entlang streichen statt zu kneten – direkter Druck mit dem Ellbogen kann hier unangenehm werden.
Nach intensivem Training (Kniebeugen, Ausfallschritte, langes Laufen) ist der Oberschenkel oft der erste Bereich, der am nächsten Tag schmerzt. Bei frischem, starkem Muskelkater lieber sehr sanft und mit viel Effleurage statt kräftiger Petrissage arbeiten – das übermäßig beanspruchte Gewebe reagiert empfindlicher als gewohnt. Erst nach ein bis zwei Tagen, wenn der akute Schmerz nachgelassen hat, verträgt der Muskel wieder kräftigeres Kneten, das dann die Regeneration zusätzlich unterstützen kann. Wer diesen zeitlichen Unterschied beachtet, vermeidet, dass sich eine gut gemeinte Massage am Tag nach dem Sport unangenehm statt wohltuend anfühlt.
An Vorder- und Rückseite darf der Druck kräftiger sein, da die Muskeln groß sind. Die Innenseite dagegen nur sanft behandeln.
Ja, sie kann die Durchblutung fördern und verspannte Muskulatur lockern. Bei akuten Verletzungen oder Zerrungen jedoch nicht massieren.
Langes Sitzen verkürzt vor allem die hintere Oberschenkelmuskulatur. Regelmäßige Massage und Bewegung wirken dem entgegen.
Der Oberschenkel ist selten der einzige verspannte Bereich – meist hängt er mit Waden, Gesäß und unterem Rücken zusammen. Wer ihn löst, schafft eine gute Grundlage, um die ganze Bein- und Hüftregion zu entspannen, gerade bei sportlich aktiven oder viel sitzenden Menschen.
Der magoody Paarmassage-Kurs zeigt euch, wie ihr diese Regionen sinnvoll kombiniert und mit der richtigen Technik bearbeitet – sicher, auch ohne Vorerfahrung. Ein Physiotherapeut führt euch Schritt für Schritt, über 1.300 Paare nutzen den Kurs bereits. So wird aus der gezielten Oberschenkelmassage ein vollständiges Entspannungsritual, das ihr euch gegenseitig schenken könnt.