„Schwere Waden kennt fast jeder, der viel steht oder läuft. Sanftes Ausstreichen Richtung Knie fühlt sich für die meisten sofort angenehm an – mehr Druck ist hier nicht gleich mehr Wirkung.“
Verspannte Waden merkt man bei jedem Schritt.
Joggen, Wandern, langes Stehen, hohe Schuhe: Die Waden sind ständig im Einsatz. Eine ruhige Wadenmassage lockert die Muskulatur und macht müde Beine wieder leicht. Verspannte Waden merkt man bei jedem Schritt – ein guter Grund, sie regelmäßig zu lösen.
Kurz erklärt: Waden massieren hilft bei verspannten Waden nach Sport oder langem Stehen: Die Anleitung zeigt, wie ihr mit Ausstreichen von unten nach oben die Muskulatur lockert.
Die Wadenmuskulatur gehört zu den am stärksten beanspruchten Muskeln im Alltag. Sportler kennen die typische Verhärtung nach dem Laufen, aber auch langes Stehen oder Schuhe mit Absatz fordern die Waden stark.
Eine Wadenmassage tut wohl, wenn sie ruhig und in die richtige Richtung ausgeführt wird. Wir zeigen dir, worauf es ankommt – und wann du besser nicht massierst.
Weil die Wade aus zwei getrennten Muskelbäuchen (Zwillingswadenmuskel) besteht, lohnt es sich, beide Seiten bewusst getrennt zu ertasten – oft ist nur eine Seite deutlich verhärtet, während die andere kaum Spannung zeigt.
Beginne knapp über der Ferse und streiche mit beiden Händen Richtung Kniekehle. Diese Richtung – zum Herzen hin – unterstützt den Rückfluss und entlastet müde Beine.
Umfasse die Wade und knete die Muskulatur in ruhigen, walkenden Bewegungen. Nie ruckartig ziehen. Bei sportlich verhärteten Waden lieber etwas länger und gleichmäßig arbeiten.
Die Kniekehle nicht direkt drücken – dort verlaufen empfindliche Gefäße und Nerven. Die Bewegung dort sanft auslaufen lassen und wieder nach unten beginnen.
Neben der Wade selbst verspannt bei vielen auch die Muskulatur seitlich am Schienbein – vor allem nach Wanderungen oder ungewohnten Laufschuhen. Mit sanftem Daumendruck an der Außenkante des Schienbeins entlangfahren, das ergänzt die Wadenmassage um eine oft übersehene Zone.
Wer nachts von plötzlichen Wadenkrämpfen aufwacht, kennt den stechenden Schmerz, der die Muskulatur für Sekunden hart wie Stein werden lässt. Im akuten Krampf hilft zunächst Dehnen (Zehen Richtung Schienbein ziehen), erst danach, wenn der Krampf gelöst ist, eine sanfte Ausstreich-Massage zur Nachbehandlung. Vorbeugend kann eine regelmäßige, ruhige Wadenmassage am Abend das Risiko nächtlicher Krämpfe bei manchen Menschen reduzieren, besonders in Kombination mit ausreichend Flüssigkeit über den Tag. Bei sehr häufigen oder sehr schmerzhaften Krämpfen lohnt sich trotzdem eine ärztliche Abklärung, da auch Mineralstoffmangel oder andere Ursachen dahinterstecken können.
Von der Ferse Richtung Kniekehle, also zum Herzen hin. Das unterstützt den venösen Rückfluss.
Sanftes Massieren und Dehnen kann verspannten Waden guttun. Bei häufigen Krämpfen sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Bei Verdacht auf eine Venenthrombose, bei akuten Schmerzen, Schwellung oder Entzündung nicht massieren und ärztlichen Rat einholen.
Eine Wadenmassage ist ideal für alle, die viel auf den Beinen sind – allein oder als Teil einer kompletten Beinmassage am Abend. In Kombination mit einer Fußmassage wird daraus ein kleines Wohlfühlprogramm, das müde Beine zuverlässig erleichtert.
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