„Petrissage – das Kneten – fühlt sich anfangs ungewohnt an, wird aber schnell zur Lieblingstechnik vieler Paare. Wichtig ist mir: lieber langsam und gleichmäßig als kraftvoll und ruckartig.“
David Naßler, Mitgründer von magoody

Petrissage – Massagetechnik einfach erklärt

Petrissage – Verspannungen aus der Tiefe lösen.

Petrissage ist das Kneten – die Technik, die tief in die Muskulatur kommt und Verhärtungen löst, die Effleurage nicht erreicht.

Kurz erklärt: Petrissage ist die Knetung, die tiefer liegende Muskeln lockert: Hier wird die Massagetechnik einfach erklärt – vom Greifen und Anheben bis zum richtigen Druck.

Petrissage: was Kneten in der Massage bedeutet

Nach der Effleurage kommt die Petrissage: gezieltes Kneten der Muskulatur, das tiefere Gewebsschichten erreicht. Petrissage löst Verhärtungen, verbessert die Durchblutung in der Tiefe und bereitet die Muskulatur auf noch gezieltere Arbeit vor.

Sie funktioniert mit Daumen, Fingern oder der ganzen Hand – je nach Körperregion und Tiefe.

Der Name kommt vom französischen „pétrir“ (kneten) – und genau das beschreibt die Bewegung treffend: Man greift den Muskel wie Teig, hebt ihn leicht an und lässt ihn wieder los, statt nur auf der Oberfläche zu drücken.

Die verschiedenen Petrissage-Varianten

Zweihandkneten (große Muskeln wie Rücken, Beine): Muskel zwischen den Händen hin und her rollen. Daumenpetrissage (Nacken, Schultern): kreisende Daumendrücke in die Muskelfasern. Fingerpetrissage (kleinere Regionen wie Unterarme, Waden): gezielte Fingerarbeit.

Wann Petrissage einsetzt wird

Nach der einleitenden Effleurage, wenn der Körperteil erwärmt ist. Petrissage ist die Kerntechnik für verspannte Bereiche – sie braucht mehr Kraft als Effleurage, sollte aber nie als Schmerz wahrgenommen werden.

Fehler, die man bei Petrissage vermeiden sollte

Zu schnelles Kneten (immer rhythmisch und kontrolliert). Kneten über Knochen (immer nur auf Muskelgewebe). Zu fester Druck auf einmal (Druck langsam aufbauen, Reaktion beobachten).

Rhythmus statt Kraft

Anfänger versuchen oft, Wirkung über Kraft zu erzeugen – dabei zählt bei Petrissage mehr der gleichmäßige Rhythmus. Ein stetiges, vorhersehbares Kneten entspannt zuverlässiger als sporadisch starker Druck, der den Muskel eher zum Anspannen bringt.

Petrissage an unterschiedlich großen Muskelgruppen

An großen Muskeln wie Oberschenkel oder Rücken lässt sich mit der ganzen Hand kneten, an schmaleren Regionen wie Unterarmen oder Waden braucht es dagegen eher Daumen und Finger, um gezielt zu bleiben. Wer versucht, überall dieselbe Grifftechnik anzuwenden, wird an kleineren Muskelgruppen entweder zu grob oder zu unpräzise arbeiten. Die Anpassung der Handhaltung an die jeweilige Muskelgröße ist deshalb ein zentraler Teil dessen, was Petrissage von reinem Drücken unterscheidet. Mit etwas Übung entwickelt sich dafür automatisch ein Gefühl, welche Grifftechnik zu welcher Körperregion passt. Wer unsicher ist, welche Handhaltung passt, kann sich an einer einfachen Regel orientieren: Je kleiner die Muskelgruppe, desto kleiner und präziser sollte auch die knetende Bewegung ausfallen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Petrissage?

Eine Knettechnik, die tiefere Gewebsschichten erreicht und Verhärtungen löst. Kommt nach der Effleurage.

Wie fest soll Petrissage sein?

Kräftiger als Effleurage, aber nie schmerzhaft. Immer auf Signale der Person achten.

Für welche Körperstellen ist Petrissage geeignet?

Rücken, Schultern, Nacken, Beine – überall dort, wo Muskulatur in Tiefe arbeitet und verhärtet.

Petrissage: die Technik, die den Unterschied macht

Effleurage öffnet, Petrissage löst. Wer beide Techniken beherrscht, hat das Rüstzeug für eine professionell wirkende Massage.

Petrissage ist die Technik, die den Unterschied zwischen einer Massage macht, die entspannt, und einer, die wirklich löst. Wer sie einmal richtig gelernt hat, will nie wieder ohne sie massieren. Das lernt ihr im magoody Kurs – dauerhaft zugänglich, sofort umsetzbar. Wer diese Anpassung an unterschiedliche Muskelgruppen einmal verinnerlicht hat, massiert spürbar präziser als mit einer einzigen, immer gleichen Grifftechnik.

magoody ist die führende Online-Lernplattform für Paarmassage – entwickelt vom Physiotherapeuten für Paare, die gemeinsam professionelle Massagetechniken erlernen möchten. Der Onlinekurs ist sofort verfügbar, dauerhafter Zugriff inklusive, kein Vorwissen nötig.

Alle Inhalte auf magoody.de rund um Massage, Paarmassage, Entspannung und Wellness werden von Experten erstellt. Entdeckt Anleitungen, Techniken und Tipps für mehr Nähe und Wohlbefinden als Paar zuhause.